Das Gegenteil von Jetzt
Zwölf künstlerische Projekte greifen zum Jubiläum des Jüdischen Museums gegenwärtige Fragen auf. Unterschiedliche Stimmen und Medien stehen nebeneinander, statt eine einzige historische Erzählung zu bilden.
Die Berlin-Auswahl
Aktuelle Ausstellungen mit verknüpften Orten und tatsächlichen Besuchszeiten.
Aktuelle Ausstellungen mit verknüpften Orten und tatsächlichen Besuchszeiten. Wähle einen Ausgangspunkt und plane mit den aktuellen Angaben der verknüpften Orte.
Zwölf künstlerische Projekte greifen zum Jubiläum des Jüdischen Museums gegenwärtige Fragen auf. Unterschiedliche Stimmen und Medien stehen nebeneinander, statt eine einzige historische Erzählung zu bilden.
Objekte aus der Berliner Clubkultur werden zu Museumsstücken. Die Ausstellung fragt, was von einer Szene erhalten bleibt, deren Bedeutung oft an einen Raum, ein Publikum und eine Nacht gebunden ist.
Neun Menschen erinnern sich daran, beim Mauerfall vierzehn Jahre alt gewesen zu sein. Ihre Videoberichte zeigen unterschiedliche Erfahrungen desselben historischen Einschnitts in Ost und West.
Spritzdekor macht Alltagskeramik zum Studienfeld für Farbe und serielle Gestaltung. Die Sammlung des Bröhan-Museums liefert Beispiele aus dem häuslichen Gebrauch.
Michael Wesely überlagert historische Ansichten des Prenzlauer Bergs mit heutigen Fotografien. Stadtveränderung wird innerhalb eines Bildes sichtbar, statt nur als Vorher-Nachher-Vergleich.
Carrie Mae Weems’ Retrospektive widmet sich Fragen von Macht, Repräsentation und Geschichte. Für die Zusammenhänge zwischen den Bildern lohnt sich ein Rundgang mit ausreichend Zeit.
Stelios Kallinikou betrachtet mit Fotografie und Film die Landschaft um Akrotiri auf Zypern. Ökologie und militärische Infrastruktur stehen im selben Blickfeld.
Susanne Kriemanns Fotografien verbinden Landschaften mit den Spuren des Uranabbaus. Orte in Sachsen, Thüringen und im Limousin zeigen die grenzüberschreitende Dimension des Themas.
Amnon David Ars Gemälde treten in einen Dialog mit der Welt Kurt Mühlenhaupts. Alltägliche Motive verbinden unterschiedliche künstlerische Perspektiven.
Der Körper wird zum Bezugspunkt für Identität und gesellschaftliche Erwartungen. Im Georg Kolbe Museum treffen gegenwärtige Fragen auf die Geschichte der Bildhauerei.
Mit dem Mart-Stam-Preis ausgezeichnete Abschlussarbeiten kommen in der Zitadelle zusammen. Die Präsentation zeigt unterschiedliche Wege von eigener Recherche zur öffentlichen Arbeit.
Die Ausstellung betrachtet die deutsche Beteiligung in Angola aus zeitgenössischen künstlerischen Perspektiven. Zu den Stimmen, die sich mit der Kolonialgeschichte beschäftigen, gehören Mussunda Nzombo und Bruno Fonseca.
Laura Bruce bewegt sich zwischen erkennbaren Figuren und abstrakten Strukturen. Pearls and Hooks gibt diesem wechselnden Verhältnis innerhalb der Ausstellung Raum.
Ewa Finn und Katharina Poos zeigen Malerei in einer gemeinsamen Ausstellung in der Zitadelle. Interessant ist der Austausch zwischen den beiden Positionen innerhalb eines Rundgangs.
Funda Özgünaydins Collagen nähern sich über Tiere auch menschlichen Fragen. Der Titel eröffnet einen Zugang dazu, wer innerhalb eines Bildes eine Stimme erhält.
Lina Lapelytė bringt gemeinsames Singen und wiederkehrende Handlungen in die historische Halle des Hamburger Bahnhofs. Die Ausstellung entwickelt sich mit der Zeit; die Performancezeiten sind gesondert zu prüfen.
Frauenkleidung aus donauschwäbischen Gemeinschaften trägt Geschichten von Identität und Migration. Schwerer Stoff betrachtet Kleidungsstücke als Zeugnisse sozialen Lebens und als materielle Objekte.
Shilpa Gupta untersucht Sprache, Grenzen und den Einfluss von Macht auf Bewegung. Die Präsentation stellt ihre Arbeit in den Zusammenhang von Joseph Beuys und der Sammlung Marx.
Fotografie hält Räume und Bühnen als Orte des Auftretens fest. Die Bilder lassen danach fragen, wie selbst ein leerer Raum auf mögliche Handlungen verweist.
Sofie Dawos Textilarbeiten untersuchen, was Stoff leisten kann, wenn seine Konstruktion hinterfragt wird. Fäden und Strukturen werden zu aktiven Bestandteilen statt dekorativen Oberflächen.